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Georgy Halpern – Gedenkstein und Buch

Georgy Halpern – und weitere 6 Kinder aus Wien im Kinderheim Izieu

Der Gedenkstein gegenüber seines Wohnhauses Rotenturmstraße 29

 

Georg Halpern war eines der sieben Wiener und der 44 Kinder, aus verschiedenen Ländern, die im Kinderheim von Izieu eine kurze Zeit die Grausamkeiten des Krieges vergessen konnten. Er war ein aufgeweckter, kluger Bub der in kürzester Zeit französisch lernte und in dieser für ihn neuen Sprache, Briefe an seine Eltern schrieb. Georgy war lebendig, lustig, ein richtiger Lausbub. Georgy und seine Eltern haben in Wien in der Rotenturmstraße 29 gewohnt bis sie im Jänner 1939 mit unbekannten Ziel ihre Wohnung verlassen mussten. Sie flohen nach Frankreich, wo Georgys Mutter erkrankte und in ein Sanatorium eingewiesen wurde, sein Vater wurde in eine aus Ausländern bestehende Arbeitskolonie eingewiesen. Beide haben überlebt. Ende April 1943 kam Georgy nach Izieu. Ein knappes Jahr später am 6. April 1944, veranlasste Klaus Barbie, der Leiter der Lyoner Gestapo und „Schlächter von Lyon“, dass die 44 Kinder und ihre Erzieher, die zu dieser Zeit im Kinderheim waren, festgenommen wurden und nach Drancy gebracht wurden. Am 13. April 1944 wurden Georgy und fast alle der Festgenommen mit dem Transport 71 nach Auschwitz deportiert und sofort nach ihrer Ankunft vergast.

 

Maison d´Izieu

Das von Sabine und Miron Zlatin gegründete Kinderheim in Izieu (80km von Lyon entfernt), beherbergte über einhundert jüdische Kinder verschiedener Nationalitäten deren Eltern bereits von den Nazis deportiert waren. Die Kinder hatten durch die Aufnahme in Izieu die Chance der antisemitischen Verfolgung zunächst zu entkommen.

 

Im Anschluss an den Prozess von Klaus Barbie in Lyon 1987 (dessen Verhaftung nur durch die unermüdliche Initiative von Beate und Serge Klarsfeld möglich war) bildete sich am 4. März 1988 um Sabine Zlatin die Vereinigung „Musée mémorial des Enfants d´Izieu“. Diese Vereinigung wurde „zur Erinnerung an die 44 Kinder, ihren Direktor und ihre Erzieher, die jüdischer Abstammung waren und den Märtyrertod starben und als Zeichen dankbarer Verehrung der Widerstandskämpfer und Deportierten, insbesondere aus den Departments Ain, Isère, Jura, Rhone, Haute-Savoie, Savoie und Saone-et-Lôire, gegründet.

 

Seit 1994 ist das Maison d´ Izieu eine Gedenkstätte, die von Staatspräsident Francois Mitterrand als eines seiner „Grands travaux“ eingeweiht wurde.

 

Der Gedenkstein

Seit der Ausstellung „Die Kinder von Maison d´Izieu“ die österreichweit 2010/11 - 17x gezeigt wurde, war es mir ein Anliegen das Gedenken an Georg Halpern, Hans Amendt, Liane und Renate Krochmal, Martha und Senta Spiegel, Sigmund Springer nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. So ist die Idee eines Gedenksteines entstanden vor dem Haus, in dem die Familie Halpern gelebt hatte, gegenüber dem Schwedenplatz. Auch deshalb ein so öffentlicher Ort, weil man diesen, dann auch gut in Führungen durch das jüdische Wien für SchülerInnen und Schüler und natürlich auch für Interessierte gut integrieren kann. Auch da wird es eine Zusammenarbeit mit erinnern.at geben. Die Kinder waren im Alter von 8-10 Jahren und sind nur deshalb nach Auschwitz gekommen, weil sie jüdische Kinder waren.

Viele jüdische Kinder wurden ermordet, ca. 1.5 Millionen. Der Stein soll Georgy und den 6 Wiener Kindern gewidmet sein, aber auch allen anderen Kindern, die auf so furchtbaren Weise sterben mussten.

 

In Erinnerung an Georgy Halpern 1935 - 1944,

der bis 1939 mit seinen Eltern Julius und Serafine in der Rotenturmstraße 29 lebte.

Die Familie floh nach Frankreich und Georgy landete Ende 1943 im Kinderheim von Izieu.

Am 6. April 1944 wurde er und weitere 43 Kinder und ihre Erzieher festgenommen ins Sammellager Drancy gebracht und am 13. April nach Auschwitz, wo sie nach ihrer Ankunft sofort vergast wurden.

Die Wiener Kinder:

Hans Ament, 10 Jahre, Renate Krochmal, 8 Jahre, Liane Krochmal, 6 Jahre, Martha Spiegel 10 Jahre, Senta Spiegel 8 Jahre, Sigmund Springer, 8 Jahre.

Im Gedenken an die Ermordung von 1.5 Millionen Kinder und Jugendlichen durch den Naziterror.

Danke an den Nationalfonds und Zukunftsfonds der Republik Österreich, BMB

Die Söhne und Töchter der aus Frankreich deportierten Juden

 

Aus der Aussage von Lea Feldblum, einzige Überlebende, über ihre Ankunft in Auschwitz, im Prozesse gegen Klaus Barbie, 1987:

„Ich habe hier an der einen Hand den kleine Coco und Emile gehalten und hier Renate und Liane (Krochmal) … die anderen gingen hinter mir. Sie haben geweint … Auf einmal fühle ich wie jemand Emile von meiner Hand wegreißt und mich auf die andere Seite stößt. Er hat mich gefragt: „Sind das Deine Kinder? Auf Deutsch. Ich verstehe jiddisch, ich antworte ihm also: „Das ist ein Kinderheim …“ Er hat mich auf die andere Seite gestoßen. Ich habe geschrien: „Die Kinder, die Kinder!“ Sie wussten nicht, wohin sie gehen sollten, zwischen uns war die SS …“

Georgy Halpern – ein Kind aus Wien im Kinderheim Izieu

das Buch

 

Georg Halpern war eines der sieben Wiener und der 44 Kinder, aus verschiedenen Ländern, die im Kinderheim von Izieu eine kurze Zeit die Grausamkeiten des Krieges vergessen konnten. Er war ein aufgeweckter, kluger Bub der in kürzester Zeit französisch lernte und in dieser für ihn neuen Sprache, Briefe an seine Eltern schrieb. Georgy war lebendig, lustig, ein richtiger Lausbub, wie man auf vielen Bildern sehen, ja spüren kann.

Das Buch beinhaltet, neben der Geschichte über Georgy, viele Briefe und Fotos die seine Eltern, sie haben überlebt, aufgehoben und gesammelt haben. Diese haben sie seinerzeit der Familie Beate und Serge Klarsfeld zur Verfügung gestellt.

Im Buch werden auch Fotos und Infos der Wiener Kindern aufgezeigt.

Die französische Ausgabe ist 1997 erschienen gefolgt von der Englischen.

 

Maison d´Izieu

Das von Sabine und Miron Zlatin gegründete Kinderheim in Izieu (80km von Lyon entfernt), beherbergte über einhundert jüdische Kinder verschiedener Nationalitäten deren Eltern bereits von den Nazis deportiert waren. Die Kinder hatten durch die Aufnahme in Izieu die Chance der antisemitischen Verfolgung zunächst zu entkommen.

 

Am Morgen des 6. April 1944 wurden 44 Kinder - 7 davon aus Wien - und ihre Erzieher, die zu dieser Zeit im Kinderheim waren, auf Befehl von Klaus Barbie, dem Leiter der Lyoner Gestapo, festgenommen und deportiert.

Mit Ausnahme von zwei Jugendlichen und des Direktors Zlatin, die in Reval (Estland) erschossen wurden, wurde die Gruppe nach Auschwitz deportiert. Die einzigen Überlebenden waren eine Erzieherin Lea Feldblum, die das Lager überlebte und ein Erwachsener, der während der Razzia fliehen konnte.

Die Kinder und ihre Erzieher wurden kurz nach ihrer Ankunft vergast.

 

Im Anschluss an den Prozess von Klaus Barbie in Lyon 1987 (dessen Verhaftung nur durch die unermüdliche Initiative von Beate und Serge Klarsfeld möglich war) bildete sich am 4. März 1988 um Sabine Zlatin die Vereinigung „Musée mémorial des Enfants d´Izieu“. Diese Vereinigung wurde „zur Erinnerung an die 44 Kinder, ihren Direktor und ihre Erzieher, die jüdischer Abstammung waren und den Märtyrertod starben und als Zeichen dankbarer Verehrung der Widerstandskämpfer und Deportierten, insbesondere aus den Departments Ain, Isère, Jura, Rhone, Haute-Savoie, Savoie und Saone-et-Lôire, gegründet.

 

Seit 1994 ist das Maison d´ Izieu eine Gedenkstätte, die von Staatspräsident Francois Mitterrand als eines seiner „Grands travaux“ eingeweiht wurde.